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Palette
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Palette.

Paletten sind tragende Ladehilfsmittel. Sie werden im Lager- und Transportwesen genutzt, um mehrere, stapelbare Artikel oder einzelne, schwere Waren zu lagern oder zu befördern. Es gibt sie in vielfältigen Formen (Flachpalette, Rungenpalette, Rollpalette), Materialien (Holz, Kunststoff, Metall) und Abmessungen. Zu den in Europa am häufigsten verbreiteten Palettenformen gehören die Europalette aus Holz (1200 mm x 800 mm) und die Chemiepalette, auch Industriepalette genannt (1000 mm x 1200 mm). Im Handel wird auch die sogenannte Düsseldorfer Palette mit den Abmessungen 600 mm x 800 mm eingesetzt.

Das klassische Merkmal der Palette ist ihr Absatz, welcher Flurfördermitteln wie beispielsweise Hubwagen eine praktische Transportmöglichkeit bietet. Die eindeutige DIN-Norm erlaubt den jeweiligen Fahrzeugen, die Paletten schnell und einfach mit ihren Gabeln anheben zu können. Wichtig ist allerdings, dass die Kommissionierer und Lagermitarbeiter vor dem Verladen der Palette auf eine ausreichende Sicherung achten. Damit das Transportgut nicht herunterfällt, kann die Palette mit Gurten oder einer Folienabdeckung gesichert werden.

Eine weitere Form der Palette ist die sogenannte Palettenbox. Diese verfügt über einen allseitigen Rahmen sowie einen Deckel, der dafür sorgt, dass die Paletten gestapelt werden können. Das sorgt zudem für einen sichereren Transport der Waren und eine effizientere Raumnutzung. Einige Palettenboxen erlauben zudem das Einklappen der Rahmen. Das spart auf dem Rücktransport noch einmal zusätzlichen Platz.

Neben den verschiedenen Formen einer Palette, kann auch der Verwendungszweck als Kategorisierungsmerkmal dienen. Konkret unterscheidet man hier zwischen einer Einweg- und einer Mehrwegpalette. Die Einwegpalette ist, wie es der Name bereits verrät, nicht sonderlich haltbar und lediglich für den Transport vom Händler zum Kunden vorgesehen. In aller Regel kümmert sich letzterer um die Entsorgung der Palette. Zu den klassischen Materialien, aus denen eine Einwegpalette besteht, zählen Holz, Kunststoff und Wellpappe.

- Bei ersterem handelt es sich meist um Weichholzpaletten. Da das Risiko besteht, dass sich Krankheitserreger auf der Holzoberfläche bilden, muss der Produzent gewährleisten, dass die Paletten den hygienischen Standards entsprechen. Dafür dienen spezielle Behandlungsmethoden sowie Kennzeichnungen.

- Kunststoffpaletten sind im direkten Vergleich zur Holzvariante weitaus pflegeleichter, weshalb sie häufig in der Lebensmittel- und Hygieneindustrie zum Einsatz kommen. Da diese Art der Paletten die Möglichkeit der Integration von RFID-Chips bietet, verfügen sie Anknüpfungspunkte zum sogenannten Industrial Internet of Things.

- Die letzte Art der Einwegpalette ist gleichzeitig auch die kostengünstigste. Obwohl man es vielleicht in erster Linie nicht von Wellpappe erwartet, hält das Material eine Traglast von bis zu 800kg aus. Damit ist die Wellpappe-Palette hervorragend für den Export von Waren geeignet.

 

Mehrwegpaletten unterscheiden sich noch einmal von Einwegpaletten. Sie sind darauf ausgelegt, häufiger genutzt zu werden und verfügen dementsprechend über eine stabilere und langlebigere Struktur als ihr Einweg-Pendant. Im Hinblick auf die Ökobilanz ist ein solches Mehrwegsystem deutlich umweltfreundlicher. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede zwischen dem Energieverbrauch bei der Produktion einer Palette aus Holz und dem von einer Palette aus Kunststoff. So verbraucht die Herstellung einer Holzvariante in aller Regel nur ein Viertel der Energie, die bei der Herstellung einer Kunststoffpalette anfällt. Zudem ist das Recycling im Vergleich zu Plastik deutlich einfacher.

Im Grunde genommen gibt es drei gängige Mehrwegsysteme:

- Tausch von Paletten: Hierbei werden die Paletten zwischen Sender und Empfänger hin und her gesendet. Ein klassischer Ablauf sehe hierbei wie folgt aus: Der Produzent verschickt die Ware auf Paletten an den Kunden. Der Kunde sendet das Leergut wieder zurück zum Produzenten.

- Kauf von Paletten: Bei dieser Form des Mehrwegsystems wird die Palette nicht als Transportmittel, sondern als eigene Ware betrachtet. Hierbei übernimmt der Kunde die Kosten für die Palette, welche in der Regel dem aktuellen Marktpreis entsprechen. Zu den Vorteilen dieses Verfahrens zählt, dass die Rücksendung eingespart wird.

- Mieten von Paletten: Das Mietpooling setzt einen Drittpartner voraus, welcher die Paletten an den Produzenten vermietet und vom Kundenstandort zurückholt. Für die Leihgabe fällt jeweils ein bestimmter Kostensatz an, der abhängig von Mietdauer, Anzahl der Paletten und Entfernung des Abholungsstandorts sein kann.

 

Im Jahr 2019 lag allein die Produktion von Europaletten bereits bei einer Stückzahl von weit mehr als 100 Millionen Stück. Geht man von einem Durchschnittspreis von 10 Euro aus, so überschreitet der Umsatz des Paletten-Marktes die Eine-Milliarde-Euro-Grenze. Schätzungsweise befinden sich damit circa eine halbe Milliarde Paletten im Umlauf. An der Holzpaletten-Herstellung allgemein sind europaweit mehr als 50.000 Menschen und dreitausend Firmen beteiligt.

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