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Internet of Things (IoT)
Internet of Things (IoT)Internet of Things (IoT)

Internet of Things (IoT) in der Logistik.

Nur wenige Themen sind derzeit so im Mittelpunkt wie das Internet of Things (Internet der Dinge). Es zählt aktuell zu den spannendsten technischen Entwicklungen der Neuzeit und bezeichnet die Vernetzung zwischen "smarten" Gegenständen durch das Internet. Durch die mittlerweile kostengünstige Integration von Microchips und Sensoren entwickeln sich Alltagsgegenstände immer mehr zu Computern. Die Verlagerung der Daten in die Cloud stellt im Zusammenhang mit dem Internet of Things eine zentrale Säule für die Kommunikation der Objekte untereinander dar. Für die Weiterentwicklung des IoT sind KI-Algorithmen, neuronale Netze sowie Machine Learning Mechanismen zuständig. Diese sorgen dafür, dass die Systeme selbstständig lernen und sich langfristig selbst optimieren. Der Mensch ist zwar weiterhin für die Steuerung dieser smarten Gegenstände zuständig, wird aber nur sehr eingeschränkt benötigt.

Zu den Zielen des Internet of Things zählt unter anderem, dass immer mehr Geräte durch die Verbindung mit dem Internet in der Lage sind, selbstständig zu handeln, sich Situationen anzupassen und auf bestimmte Szenarien zu reagieren. Alle Geräte sind mit einer eindeutigen Nummer gekennzeichnet, sodass sie im Netzwerk identifiziert werden können.

Einsetzbar ist das Internet of Things vor allem im Industriesektor, aber auch im privaten Umfeld gibt es Anwendungspotenziale. So ist es in Zukunft keine Science-Fiction mehr, wenn der Kühlschrank seinen Besitzer darüber informiert, dass ein bestimmtes Lebensmittel fehlt. Auch die Vernetzung von Fahrzeugen in der Automobilbranche zählt schon bald zum Alltag. Autonomes Fahren, wie es zum Beispiel in den USA bereits möglich ist, stellt nur den ersten Schritt in dieser Phase des Internet of Things dar. Das Potenzial ist schier grenzenlos und unabhängig von einer spezifischen Branche.

Dennoch befindet sich das Hauptaugenmerk des IoT natürlich im Industriesektor. In den verschiedenen Branchen sind Kapital und dementsprechend auch Forschungsgelder am größten. Automatisierungsmöglichkeiten und Machine-Learning-Algorithmen erschließen in vielen Bereichen ungeahnte Potenziale – das Industrial Internet of Things (IIoT), wie es genannt wird, birgt mitunter aber auch Nachteile. Die Digitalisierung 4.0 hat zusammen mit ihren neuen Technologien große Auswirkungen auf die Prozesseffizienz vieler Unternehmen. Konsequenterweise wird die Entwicklung aber auch einige Arbeitsplätze fordern. Wenn Maschinen untereinander kommunizieren (Machine to Machine) und Automatismen ganze Arbeitsabläufe übernehmen, bedarf es weder einer Vermittlungsperson noch einer ausführenden Kraft. Aus wirtschaftlicher Sicht birgt das Industrial IoT für Unternehmen deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Zu den Vorzügen zählen beispielsweise besser aufeinander abgestimmte Prozesse, die bereichsübergreifende Auswertung aller Daten und die effizientere Gestaltung sowie Verschlankung einzelner Abläufe. Die Produktivität steigt durch das Industrial Internet of Things ins Unermessliche und eröffnet mitunter völlig neue Unternehmensmodelle.

Während den Möglichkeiten in Zukunft keine Grenzen gesetzt sein werden, gibt es schon heute viele Anwendungsbereiche, welche das Potenzial erahnen lassen:

- Aktuell bieten viele Krankenkassen ihren Kunden vergünstigte Konditionen an, wenn diese ihnen die persönlichen Gesundheitsdaten von Fitnessarmbändern oder Smart Watches zukommen lassen.

- In Zeiten des Industrial IoT sind bereits viele Maschinen dazu in der Lage, ihre Leistung zu überwachen, Toleranzschwankungen im Blick zu behalten und somit den gewünschten Stand der Qualitätssicherung zu gewährleisten.

- Auch aus gesamtlogistischer Sicht eröffnet das Industrial IoT Potenziale, beispielsweise in Form von Supply-Chain-Execution-Systemen (SES). Bereichsübergreifend vereinen moderne SES die Felder Einkauf, Lager, Vertrieb und Distribution. Alle Bereiche sind exakt aufeinander abgestimmt, was die Umsetzung von Modellen wie Just-in-Time oder Just-in-Sequence zu beinahe 100 Prozent garantiert.

Wie bereits erwähnt, gibt es eigentlich keine Branche, die nicht in irgendeiner Weise vom Internet of Things profitiert:

- In der Automobilbranche können Staus schon heute so konkret wie nie anhand von Nutzerdaten vorausgesagt werden. So greifen moderne Systeme auf die Informationen aus Online-Kartendiensten wie Google Maps zurück, um auf Basis dessen Vorhersagen und Warnmeldungen für alle Verkehrsteilnehmer zu kalkulieren.

- Der Einzelhandel und seine Logistik profitiert ebenso vom IoT. Warenbestände werden fortlaufend überwacht, logistische Wege optimiert und bedarfsorientierte Empfehlungen ausgesprochen. Gerade auf Branchen wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, in welchen mit empfindlichen oder verderblichen Waren gehandelt wird, wirkt sich das IIoT positiv aus.

- Die Produktion gehört ebenfalls zu den Profiteuren. Fertigungen können ihre Leistungen erheblich steigern, indem sie die in den Maschinen verarbeiteten Sensorgeräte zu Wartungszwecken nutzen und proaktiv eingreifen, wenn beispielsweise Einbußen aufgrund von Abnutzungserscheinungen auftreten.

- Für Privatpersonen machen sich die Einflüsse des Internet of Things natürlich auch bemerkbar. Mittlerweile gibt es immer häufiger sogenannte Smart Homes, welche auf Basis von Gebäudeautomation für mehr Effizienz in den eigenen vier Wänden sorgen. Darunter fallen beispielsweise die selbstständige Steuerung von Rollladensystemen, die Einbindung von intelligenten Sprachassistenten wie Alexa und Siri oder die automatisierte Regulierung von Heizungs-, Klima- und Beleuchtungsanalagen.

Letztlich bleibt keine Branche unberührt. Ob es der öffentliche Sektor, das Gesundheitswesen oder das Transportwesen ist, das IoT erstreckt sich gleichermaßen über alle Bereiche. Ähnlich wie es interne Überschneidungen gibt, können auch branchenübergreifend Symbiosen entstehen. Die drei Wirtschaftszweige Transport, Logistik und Einzelhandel stellen nur ein Beispiel dafür dar, wie das Industrial Internet of Things Prozesse und Workflows zusammenführen könnte, um sich dem Maximum an Effizienz anzunähern.

Da wir uns aktuell lediglich in den Anfängen des IoT befinden, lassen sich die Möglichkeiten und Potenziale bislang kaum begreifen. Obwohl die Entwicklung bereits jetzt schon rasend voranschreitet, wird sie dies in Zukunft noch einmal um ein Vielfaches schneller tun. Unternehmen, die sich die Veränderung frühzeitig zu eigen machen, werden mit Unterstützung des Industrial Internet of Things als Gewinner hervorgehen.

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