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Neue Kunden dank optimierter Logistik.

Heurich: „Der Nutzen, rein logistisch, ist grandios“.

Oftmals sind bei einer Modernisierung von Lager und Logistik Vorteile erzielbar, die nicht unbedingt von Anfang an eingeplant waren. Ein neuer Blick auf die eigenen Arbeitsprozesse sowie ein mächtiges Warehouse-Management-System erschließen – über die im Pflichtenheft genannten Zielsetzungen hinaus – weitergehende Geschäfts-Potenziale. Dies zeigt in aller Deutlichkeit der Bericht des Getränkegroßhändlers Heurich GmbH & Co. KG. Das Unternehmen steuert seine über 30 000 Quadratmeter Logistikfläche an seinem Fuldaer Geschäftssitz mit dem Lagerführungssystem LFS der Warehouse-Logistik-Experten Ehrhardt + Partner aus Boppard-Buchholz.

Transportleitsystem für die optimale Ressourcenplanungen
Zentrale Steuerung der Stapler mittels Transportleitsystem
LFS.wms steigert die Leistungsfähigkeit der Getränkelogistik

Heurich: „Der Nutzen, rein logistisch, ist grandios“.

Oftmals sind bei einer Modernisierung von Lager und Logistik Vorteile erzielbar, die nicht unbedingt von Anfang an eingeplant waren. Ein neuer Blick auf die eigenen Arbeitsprozesse sowie ein mächtiges Warehouse-Management-System erschließen – über die im Pflichtenheft genannten Zielsetzungen hinaus – weitergehende Geschäfts-Potenziale. Dies zeigt in aller Deutlichkeit der Bericht des Getränkegroßhändlers Heurich GmbH & Co. KG. Das Unternehmen steuert seine über 30 000 Quadratmeter Logistikfläche an seinem Fuldaer Geschäftssitz mit dem Lagerführungssystem LFS der Warehouse-Logistik-Experten Ehrhardt + Partner aus Boppard-Buchholz.

 

Heurich stellte die gesamte Intralogistik auf das Lagerführungssystem LFS um, bei laufendem Dreischicht-Betrieb und ohne Einschränkung des Tagesgeschäfts. Die Software für Lagerverwaltung hält grundlegende Funktionalitäten bereit wie die Chargenverfolgung oder „First in – first out“. Die Bestandsführung erfolgt mit permanenter Inventur, was nicht nur ständig korrekte Bestände, sondern auch ein sicheres Disponieren gestattet. Bereits mit Einführung des Systems waren weitere Vorteile zu erzielen, insbesondere durch die Analyse der Geschäftsprozesse bei Ein-, Aus- und Umlagerung. Je nach Auftragslage lassen sich die Prozesse priorisieren, wobei der Warennachschub grundsätzlich den höchsten Rang hat.

Die Lagerführung steuert LFS nach der sogenannten chaotischen Methode, also mit der dynamischen Zuweisung von Lagerplätzen. Berthold Kress, Logistikleiter des seit 1925 bestehenden Familienunternehmens, erläutert die Vorteile am Beispiel von Retouren. Diese entstehen etwa, wenn Veranstalter von Festen und Feiern wegen der Witterung die gelieferten Mengen nicht absetzen können. Die Lagerverwaltungssoftware weist die zurückgegebenen Artikel den aktuell freien Plätzen zu und hält sie dort für die nächsten Aufträge bereit. In anderen Teilen des Lagers wird hingegen mit festen Kommissionierplätzen gearbeitet. Dies betrifft etwa das „Direktlager“, in dem Schnelldreher wie beispielsweise Heurichs Eigenmarken geführt werden. Von dort gelangen sie ohne Konsolidierung direkt auf die Lastwagen.

 

Neue Kunden dank optimierter Logistik

Berthold Kress findet positive Worte für die erzielten Vorteile: „Der Nutzen, rein logistisch, ist grandios“. Ohne das Lagerführungssystem wäre der Betrieb gar nicht mehr aufrechtzuerhalten, fügt der Logistikleiter hinzu. Darüber hinaus konnte Heurich sich durch diese Investitionen neue Geschäftsfelder erschließen – ein Effekt, der bei der Software-Einführung nicht abzusehen war. So arbeitet das Unternehmen auch als reiner Dienstleister, indem es die Getränkelogistik im Lebensmitteleinzelhandel für Kunden wie tegut, Rewe und toom übernommen hat. Außerdem erbringt Heurich sogenannte Rampendienstleistungen, indem die Intralogistik für den Getränkekonzern Anheuser-Busch InBev durchgeführt wird. InBev-Kunden im Umkreis von 350 Kilometern holen Getränke der Marken Beck’s, Diebels, Gilde, Hasseröder, Spaten und Franziskaner uvm. an der Rampe in Fulda ab. Ähnliches gilt für das „Cross-Docking“, wo zum Beispiel Spirituosen bereits von den Händlern kommissioniert und über die leistungsfähige Logistik bei Heurich mit ausgeliefert werden. „Bei dieser Direktlieferung an Filialen führen wir nur die Paletten im Lagerbestand“, ergänzt Kress und fügt hinzu: „Heurich reicht weiter, könnte man sagen.“

Doch der Nutzen reicht weit über die Optimierung hinaus, die bei Einführung des Software-Systems geplant war. „Heurich zählt zu den Kunden, die mit unserem Warehouse Management System nicht nur arbeiten, sondern es als Instrument verstehen, um sich ständig neue Verbesserungspotenziale zu erschließen“, erläutert Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter des Software- und Beratungsunternehmens Ehrhardt + Partner.

Enorme Fortschritte hat der Getränkegroßhändler über die moderne Lagerführung hinaus durch das Transportleitsystem (TLS) erzielt, ein optionales Modul von LFS. Die Staplerfahrer werden zentral gesteuert, was unter anderem dazu führt, dass sie nicht mehr wie früher an bestimmte Arbeitsbereiche gebunden sind. Sie lassen sich jetzt im gesamten Logistik-Zentrum einsetzen, je nachdem wo gerade Bedarf entsteht, orientiert an Verfügbarkeit, Nähe und Auftragspriorität. Das System nimmt ihre Zuordnung beziehungsweise Erkennung bei jedem Scanvorgang vor. Die so erzielte Effizienzsteigerung beim Einsatz der Gabelstapler schätzt Kress auf etwa 20 bis 25 Prozent. Noch tiefgreifender wirkt sich die Verwendung der Kennzahlen aus, die das Transportleitsystem für die Ressourcenplanungen liefert. In dem stark saisonalen Geschäft, das Schwankungen von bis zu 40 Prozent unterliegt, sind sehr kurze Reaktionszeiten – üblich sind 24 bis 36 Stunden – von kritischer Bedeutung. Auf Basis der aktuellen Stapler- und Kommissionierleistungen, der Vorjahreszahlen, der Feiertage und Wochenenden sowie des Wetterberichts werden die Einsatzpläne vorbereitet und bereits im Vorfeld Auftragsspitzen geglättet. So wird erreicht, dass Planungssicherheit mit Flexibilität einhergeht und die benötigten Ressourcen verfügbar sind.

 

Hohe Akzeptanz von Pick-by-Voice

Im Wareneingang erfasst LFS alle eintreffenden Lieferungen. Die etikettierten Paletten werden gescannt, so dass ab jetzt alle relevanten Daten im System bereit stehen. Für jede Ladeeinheit, die nicht bereits vom Hersteller etikettiert wurde, vergibt LFS eine eigene NVE-Nummer, die innerbetrieblich weitergeführt wird und die Rückverfolgbarkeit sicherstellt. Im Kommissionierbereich nutzt Heurich die Pick-by-Voice-Technik. Ein entscheidender Vorteil liegt darin, dass der Kommissionierer beide Hände ungehindert einsetzen kann. Die Mitarbeiter kommunizieren über ein Headset mit LFS. Das System führt den Kommissionierer zu den artikelreinen Kommissionierplätzen und weist ihn an, welche Menge der Produkte er entnehmen soll. Sechs Mitarbeiter kommissionieren bei Heurich pro Schicht mit dieser Technologie. „Durch den Einsatz von Pick-by-Voice haben wir das größtmögliche Optimierungspotential ausgeschöpft“, so Logistikleiter Kress. „Ein Pick bedeutet bei uns das Bewegen einer kompletten Getränkekiste. Bei einer Leistung von durchschnittlich 3 700 Picks pro Schicht kommen unsere Mitarbeiter an ihre natürlichen physischen Grenzen.“ In einem separaten Lager werden Weine und Spirituosen ebenfalls mit Pick-by-Voice kommissioniert. Im System mitgeführt wird ebenso das Leergut, das über eine vollautomatische Sortieranlage läuft.

Als weiteren wichtigen Punkt ermöglicht das System sehr schnell auf unvorhersehbare Umsatzspitzen zu reagieren. Wenn es im Warenumschlag besonders hektisch wird, können Ressourcen im Wareneingang abgezogen werden. So wird eine zuverlässige und zügige Belieferung der Kunden gewährleistet, auch wenn etwa an heißen Sommertagen der Auftragseingang rekordverdächtige Ausmaße erreicht. Das Einhalten der Lieferverpflichtungen sichert LFS durch die durchgängige Bestandsführung und Verfügbarkeitskontrolle über die rund 3 000 Artikel, die Heurich vorhält – und zu denen neben Getränken auch Sonderbestände gehören wie beispielsweise Sonnenschirme und Bänke.

Sowohl die Funktionsweise des Lagerverwaltungssystems wie die von ihm bereit gestellten Daten leisten einen spürbaren Beitrag zur Fehlerminimierung. „Zweifellos hat LFS in erheblichem Maße zur Qualitätssteigerung beigetragen, was sich besonders deutlich während der Spitzenzeiten zeigt“, resümiert Kress. Vervollständigt werde dies durch Technologien wie Pick-by-Voice, das den Kommissionierern nicht nur die beidhändige, sondern auch die weitgehend fehlerfreie Arbeit erlaubt. Dazu tragen auch die systeminternen Prüf- und Kontrollstufen im Voice-Dialog bei. Kommt es doch einmal zu Fehlern, dann sind diese jetzt rasch identifizierbar und können für die Zukunft abgestellt werden. Das Resultat bezeichnet der Logistik-Leiter mit den Worten, man erziele so eine „extreme Fehlerminimierung“.

In eine ähnliche Richtung geht eine Neuentwicklung, die der Getränkelogistiker vor kurzem in Betrieb genommen hat. Dabei handelt es sich um eine externe Terminal-Tastatur für Stapler, die die Logistik-Experten von Ehrhardt + Partner entwickelt haben. Sie ist über USB mit den vorhandenen PSION-Stapler-Terminals verbunden und erlaubt durch extra große Tasten eine Bedienung beispielsweise während der Fahrt oder auch mit Handschuhen. Vier Tasten sind frei programmierbar und für Aufträge stehen zwei verschiedene Sessions zur Verfügung. Hat der Fahrer zu einem zweiten Auftrag eine Frage, so wechselt er aus seiner aktiven Session in die zweite und klärt die offenen Punkte. Anschließend kehrt er in die ursprüngliche Session eins zurück und bearbeitet den aktuellen Auftrag weiter. Die Neuerung, ein weiteres Detail für eine leistungsfähige Lagerlogistik, ist von den Mitarbeitern sehr gut angenommen worden. Logistikleiter Kress ist voll des Lobes: „Ausführliche Tests haben uns klar gezeigt, dass unsere Staplerfahrer mit der Tastatur sehr gut zurechtkommen. Mit den Touchscreen-Terminals sind doch öfter Eingabefehler passiert. Im täglichen Einsatz zeigt sich jetzt, dass unsere Fahrer wesentlich sicherer mit der Tastatur umgehen.“

 

LFS steigert die Leistungsfähigkeit der Getränkelogistik

Alles in allem hat das Lagerführungssystem LFS die Leistungsfähigkeit der Getränkelogistik von Heurich, die pro Tag einen Durchsatz von durchschnittlich 100 000 Kästen hat, erheblich gesteigert. Dies ist auch wegen der Anforderungen der Branche von erheblicher Bedeutung. Einzuhalten sind viele Kundenrestriktionen, vor allem hinsichtlich der Liefertermine für die Gastronomie und den Einzelhandel. Heurich kann schnell und sicher reagieren, etwa wenn am Ende eines hektischen Geschäftstages die Lastwagen nachts um zwei zurückkehren. Dann ist viel Verladepersonal erforderlich, um die Fahrzeuge wieder für die Lieferungen am folgenden Morgen bereit zu machen. Auch angesichts solcher Spitzenbelastungen und des Drucks durch die Liefertermine kommentiert Berthold Kress die Arbeit der neu aufgebauten Logistik mit den Worten: „Manuell wäre es nicht zu schaffen“.